Im Rahmen von Schul- und Organisationsberatungen kann es sinnvoll sein, die Leitungsebene (Schulleiter, Stellvertreter, erweiterte Schulleitung) gesondert zu unterstützen. Solche Coaching-Maßnahmen sind in den letzten Jahren zu einem weiteren Schwerpunkt unserer Beratungsarbeit geworden.

Die Schulleitung spielt im Rahmen von Veränderungsprozessen eine Schlüsselrolle. Das sogenannte “Change-Management” hat hier seinen Dreh- und Angelpunkt, denn nur wenn Schul- oder Unternehmensleitungen bereit sind, Verantwortung für die Umsetzung einer neuen Vision zu übernehmen, kann der Change-Prozess gelingen.

In Schulen und Unternehmen ist es aber häufig so, dass die Führungskräfte eine konfliktträchtige Zwischenrolle einnehmen. In ihrem Arbeitsalltag sehen sie sich mit komplexen Machtinteressen konfrontiert, deren Hintergründe oft nicht thematisiert werden dürfen. Dadurch können Entscheidungen blockiert oder notwendige Veränderungen unmöglich werden.

Coaching-Gespräche können dabei helfen, sich über unverstandene Zusammenhänge im Klaren zu werden. Coaching ist keine Therapie und auch keine Selbsterfahrung (“Couching”). Gespräche mit einem externen Berater können aber dazu verhelfen, die unterschiedlichen Interessen in einer Organisation genauer auszuloten und sich über die eigene Rolle und das Selbstverständnis als Führungskraft im Klaren zu werden.

Coaching ist eine sehr individuelle Form der Beratung und Begleitung. Sie ist angewiesen auf Vertraulichkeit und kann nur in einem geschützten Raum stattfinden (Einzelgespräch, Schweigepflicht).

Die Anzahl der Coaching-Termine richtet sich nach dem Bedarf, der im Prozess der Organisationsberatung aufkommt. Coaching-Gespräche, die nicht durch einen umfassenden Prozess der Schul- oder Organisationsentwicklung gerahmt werden, führen wir nicht durch, weil wir eine Stigmatisierung der Schulleiter vermeiden wollen.