Leistungen

Schulentwicklung

Beratungen zur Schulentwicklung bilden das Kerngeschäft des IQ Bildung. In 15 Jahren haben wir mehr als hundert Einzelschulen beraten. Mit vielen Schulen verbindet uns inzwischen eine langjährige und vertrauensvolle Beratungsbeziehung. 

Viele Schulen kommen zu uns, weil sie in bestimmten Bereichen Hilfe und Unterstützung suchen. Typische Themen sind beispielsweise Fragen zur Lehrergesundheit, zur Einführung neuer Schul- und Unterrichtsprogramme, zur Kommunikation im Kollegium oder zu Umstrukturierungen im Alltagsbetrieb der Schule.

Bei unseren Beratungen setzen wir immer am Bedarf der individuellen Schulen an. Wir kommen nicht als Experten, die vorher schon wissen, wie alles geht, sondern wir gucken erst einmal hin und versuchen zu verstehen. Auch wenn viele meinen, im Bereich von Schule und Unterricht schon alles zu kennen, sind wir doch immer wieder überrascht davon, was auf der „Hinterbühne“ des offiziellen Betriebs alles passieren kann.

Im Laufe der Zeit haben wir gemerkt, dass sich ein ausgedehnter Betrieb wie die Schule durch punktuelle Einzelmaßnahmen nicht sinnvoll beraten lässt. Zwar haben solche Eingriffe häufig eine inhaltliche Berechtigung, auf lange Sicht sind sie aber nur dann erfolgreich, wenn sie in einen umfassenderen Prozess eingebettet werden, der bei allen Beteiligten eine grundlegende Bereitschaft zur Veränderung herstellt.

Wir bieten unsere Beratung deshalb in der Regel als Prozessberatung an. Von Stippvisiten oder singulären Auftritten an den Schulen halten wir wenig. Am liebsten sind uns die Schulen, die über einen längeren Zeitraum mit uns zusammenarbeiten und Schulentwicklung als eine gemeinsame Entdeckungsreise verstehen wollen.

Für die methodische Rahmung von Schulentwicklung greifen wir auf Beratungs-Settings zurück, die an den Schulen in der Regel schon eingeführt sind, von uns aber in einen größeren Zusammenhang gerückt werden. Dazu gehören Steuergruppen oder Schulentwicklungsteams , Beratungen der Schulleitung („Coaching“) und spezielle Fortbildungsangebote für das Gesamtkollegium („Studientage“, „pädagogische Tage“).

Welche Maßnahmen im einzelnen sinnvoll sind, kann immer nur von Fall zu Fall entschieden werden. Am Anfang der Schulentwicklung steht daher immer ein erstes Gespräch, in dem beide Seiten sich über Ziele, Inhalte und Methoden der Beratung verständigen. 

Organisationsberatung

Wir haben in der Vergangenheit Organisationsberatungen für staatliche und private Schulträger durchgeführt.

Bei Organisationsberatungen geht es um das Selbstverständnis und die Ausrichtung einer kompletten Unternehmenskultur. Solche Beratungen können notwendig werden im Zusammenhang mit Fragen der Neupositionierung von Schulen, bei Fusionen oder Übernahmen, bei Veränderungen auf der Leitungs- und Führungsebene oder bei allgemeinen Nachfragekrisen auf dem Bildungsmarkt.

Bei unseren Beratungen zur Schulentwicklung hat sich häufig herausgestellt, dass solche umfassenden Fragen die Entwicklungen an der Einzelschule überlagern können. Oft sind die Schulen in ihrem Alltagsbetrieb überfordert, weil der Schulträger unklare Rahmenbedingungen setzt oder die Frage nach einer verbindlichen Zukunftsvision offen bleibt.

Organisationsberatung kann  hier ansetzen, indem sie das Selbstverständnis der Organisation mit den Wahrnehmungen kontrastiert, die von den übrigen Mitspielern auf dem Bildungsmarkt vorgenommen werden. Dieser „fremde Blick“ kann dabei helfen, sich über die eigenen Positionierungschancen, aber auch über die damit verbundenen Aufgaben  und Verpflichtungen klarzuwerden.

Bei der Durchführung von Organisationsberatungen arbeiten wir in der Regel mit mindestens halbtägigen Workshops und regelmäßigen Gesprächen auf der Leitungsebene. Die Strukturierung der einzelnen Workshop-Phasen erfolgt in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Sie orientiert sich in der Regel aber an einem methodischen Schema, das von einer Bestandsaufnahme der Ausgangslage über Maßnahmen zur Systematisierung der Organisationskultur bis hin zu einer Neuorientierung über die zentralen Aufgaben und Ziele der Organisation führt.

Bei vielen Maßnahmen zur Schulentwicklung ist es nach unserer Erfahrung sinnvoll, die Beratung der Einzelschule durch regelmäßige Beratungen des Schulträgers zu unterstützen.

Coaching

Im Rahmen von Schul- und Organisationsberatungen kann es sinnvoll sein, die Leitungsebene (Schulleiter, Stellvertreter, erweiterte Schulleitung) gesondert zu unterstützen. Solche Coaching-Maßnahmen sind in den letzten Jahren zu einem weiteren Schwerpunkt unserer Beratungsarbeit geworden.

Die Schulleitung spielt im Rahmen von Veränderungsprozessen eine Schlüsselrolle. Das sogenannte „Change-Management“ hat hier seinen Dreh- und Angelpunkt, denn nur wenn Schul- oder Unternehmensleitungen bereit sind, Verantwortung für die Umsetzung einer neuen Vision zu übernehmen, kann der Change-Prozess gelingen.

In Schulen und Unternehmen ist es aber häufig so, dass die Führungskräfte eine konfliktträchtige Zwischenrolle einnehmen. In ihrem Arbeitsalltag sehen sie sich mit komplexen Machtinteressen konfrontiert, deren Hintergründe oft nicht thematisiert werden dürfen. Dadurch können Entscheidungen blockiert oder notwendige Veränderungen unmöglich werden.

Coaching-Gespräche können dabei helfen, sich über unverstandene Zusammenhänge im Klaren zu werden. Coaching ist keine Therapie und auch keine Selbsterfahrung („Couching“). Gespräche mit einem externen Berater können aber dazu verhelfen, die unterschiedlichen Interessen in einer Organisation genauer auszuloten und sich über die eigene Rolle und das Selbstverständnis als Führungskraft im Klaren zu werden.

Coaching ist eine sehr individuelle Form der Beratung und Begleitung. Sie ist angewiesen auf Vertraulichkeit und kann nur in einem geschützten Raum stattfinden (Einzelgespräch, Schweigepflicht).

Die Anzahl der Coaching-Termine richtet sich nach dem Bedarf, der im Prozess der Organisationsberatung aufkommt. Coaching-Gespräche, die nicht durch einen umfassenden Prozess der Schul- oder Organisationsentwicklung gerahmt werden, führen wir nicht durch, weil wir eine Stigmatisierung der Schulleiter vermeiden wollen.

Wirkungsforschung

Für uns bilden Forschen und Beraten eine Einheit: Ohne Wissen darum, wie Institutionen, Märkte oder die Kultur im ganzen funktionieren, lassen sich auch die Fragen und Probleme unserer Kunden nicht angemessen aufgreifen. Umgekehrt gehen wissenschaftliches Fragen und Denken aber auch immer wieder in eine andere Behandlung der Wirklichkeit über.

In der Vergangenheit haben wir uns in erster Linie mit Akzeptanz- und Motivanalysen befasst. Im Auftrag unterschiedlicher Bildungsträger haben wir beispielsweise die Schulwahlmotive von Eltern, das Image unterschiedlicher Schulformen oder die Wirkung einzelner Schul- und Bildungsprogramme untersucht.

In den letzten Jahren ist die wissenschaftliche Analyse unterschiedlicher Berufsbilder zu einem besodneren Schwerpunkt unserer Abeit geworden. Wir untersuchen, wie einzelne Berufsbilder aus der Entwicklung von Lebensentwürfen entstehen und wie sie dabei durch institutionelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen abgewandelt werden.

In unseren Studien arbeiten wir mit qualitativen Konzepten und Methode. Wir haben nichts gegen statistische Datenanalysen, sind aber der Meinung, dass man nur durch qualitative Forschung zu den tatsächlich wirksamen Motiven vordringen kann. Daten allein ergeben noch keinen Zusammenhang. Was im Bildungswesen der Fall ist, zeigt sich erst im Kontext einer guten Theorie, die von den Phänomenen zu passenden Begriffen und wieder zurück zu den Phänomenen führt.

Die Instrumente, die wir in unseren Studien verwenden, sind psychologische Tiefeninterviews, Experteninterviews, Fokusgruppen, Akzeptanz-, Konzept- und Produkttests. Sie unterstützen unsere qualitative Sichtweise, weil sie von Anfang an den kompletten Umkreis eines Gegenstandes im Blick behalten, zugleich aber auch Sichtweisen und Motive zu Wort kommen lassen, die über das hinausgehen, was wir im Alltag bereits wissen.

Eine Übersicht über unsere Forschungsprojekte finden Sie hier.